27. Feb. 2010 | stoffel in Von Wasser umgebenes Stück Land | Tags: Helgoland
Ich möchte heute eine kleine Serie[1] über meine Heimatinsel Helgoland starten. Wie lang diese Serie wird weiss ich ehrlich gesagt noch nicht, da es über Helgoland soviel zu berichten gibt, das ich wahrscheinlich bis zu meiner Rente schreiben könnte
Ich konzentriere mich in dieser Serie auf die Geschichte … beginne jedoch zuerst mit der Lage der Insel.
1075 schrieb Adam von Bremen (Domscholaster[2] beim Erzbischof Adalbert in Bremen) über Helgoland: “Es gibt noch andere Inseln Friesland und Dänemark gegenüber, aber keine von ihnen ist so merkwürdig”. So ist es bis heute geblieben.
Die Lage ist im Vergleich mit anderen Inseln aussergewöhnlich. Die ostfriesischen Inseln liegen zwischen 4 bis 8 km von der Küste entfernt, bei Borkum steigt der Abstand auf 12 km, ähnliche Entfernungen haben Föhr, Sylt und einige Halligen. Die weiteste Entfernung einer Hallig liegt bei 20 km, Amrum bringt es auf 24 km. Das sind allerdings geringe Entfernungen gegenüber der Entfernung von Helgoland zum Festland … 65 km trennen die Insel von Cuxhaven. Diese Strecke kann mit einem “normalen” Schiff je nach Wetterlage und Geschwindigkeit zwischen 1 1/2 bis 5 Stunden zurückgelegt werden. Der geringste Abstand zum Festland beträgt Luftlinie 53 km und erreicht St. Peter in Eiderstedt und Schilling nördlich von Wilhelmshaven.
Eine Sonderstellung nimmt Helgoland somit auch durch seine Lage ein, ist aber trotzdem keine “echte” ozeanische Insel. Helgoland liegt noch im inneren Winkel der deutschen Bucht und ist sozusagen ein Vorposten des deutschen Festlandes. Was sich in so mancher geschichtlichen Epoche der Insel nicht unbedingt von Vorteil war, dazu werde ich in dieser Serie später noch näher eingehen.
Der Husumer Kartograph Johannes Meier hat in der Zeit von 1639 bis 1652 Karten der Insel angefertigt. Die Karte[3] rechts zeigt einen Vergleich des Zustandes und die dadurch entstandene Lage der Insel in den Jahren 800, 1300 und 1649 (die Bereiche habe ich auf der Karte nachgezeichnet). Wie man erkennen kann hat sich die Lage in den letzten Jahrhunderten drastisch verändert. Die Grösse der Insel beträgt zur Zeit ca. 1 Quadratkilometer.
James Krüss[4] schrieb folgenden Vierzeiler:
Irgendwo ins grüne Meer
Hat ein Gott mit leichtem Pinsel,
Lächelnd, wie von ungefähr,
einen Fleck getupft: Die Insel.
Das trifft die heutige Lage der Insel wie die Faust auf’s Auge … ein kleiner Fleck mitten in der Nordsee … meine Heimatinsel
- Die Serie wird voraussichtlich alle 2 Wochen hier auf diesem Kanal erscheinen
- Ein Würdenträger des Domkapitels, der mit der Leitung der Kloster- oder Domschule betraut ist
- Karte aus dem Archiv von H.P. Rickmers
- James Jacob Hinrich Krüss (* 31. Mai 1926 auf Helgoland; † 2. August 1997 auf Gran Canaria) war ein deutscher Dichter und Schriftsteller




Sina und ich sind schon sehr gespannt wie´s weiter geht.Natürlich hat man schon von Helgoland als Urlaubsziel gehört aber dann hört unser Wissen auch schon auf. Für Sina ist es sehr interessant weil das Thema, “Inseln” gerade in der Schule durchgenommen wird.Momentan beschäftigen sie sich mit Sylt.
Freut mich sehr das das Thema für Dich und Sina interessant ist … ich hatte schon die Befürchtung das es zu langweilig wäre
Sollten wir es mal schaffen zur Insel zu fahren sagen wir Bescheid
Eine interessante Serie, die nicht nur den roten Felsen als Tourismusziel zeigt, sondern auch den geschichtlichen Hintergrund erläutert. Es wird sicher eine sehr aufschlussreiche Dokumentation über deine alte Heimat
Danke Dir Schatz … auch für soviel Vertrauen in meine dokumentatorischen Fähigkeiten
Meine Lieblingsinsel. Vor ca.20 Jahren das erstemal betreten, na ja kann mal ja mal hinfahren auf diesen Fusselfelsen. Komme seit dem nicht mehr von dieser Insel los. Hat für mich was absolut Mystisches. Wenn ich könnte, ich würd dort leben. Bin überings über Helgoland mal auf deine Seite gestossen. Seit dem stille Leserin. Liebe Grüße Carmen
Vielen Dank Carmen, schön das Du trotz stillen mitlesens kommentierst
Vielleicht trifft man sich eines Tages mal auf der Insel, wer weiss
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