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	<title>mahltied.com &#187; Helgoland</title>
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		<title>Helgoland &#8211; Entstehung</title>
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		<pubDate>Sat, 13 Mar 2010 11:22:16 +0000</pubDate>
		<dc:creator>stoffel</dc:creator>
				<category><![CDATA[Von Wasser umgebenes Stück Land]]></category>
		<category><![CDATA[Helgoland]]></category>

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		<description><![CDATA[Wie ich im ersten Beitrag über die Insel schrieb, nimmt Helgoland durch seine Lage eine besondere Stellung ein. Auch die Entstehung der Insel ist alles andere als &#8220;gewöhnlich&#8221;, hierzu muss ich allerdings etwas weiter ausholen. Denn um die Entstehung der Insel zu verstehen muss auch der geologische Gesichtspunkt mit einbezogen werden. 
Eine Frage von vielen [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><a href="http://www.mahltied.com/wp-content/gallery/helgoland/cover_helgoland-wappen.jpg" class="highslide" title="Helgoland Wappen" onclick="return hs.expand(this, { slideshowGroup: '' })"><img class="ngg-singlepic ngg-left alignleft" style="margin-right: 10px;" src="http://www.mahltied.com/wp-content/gallery/helgoland/thumbs/thumbs_cover_helgoland-wappen.jpg" alt="Helgoland Wappen" width="70" height="70" /></a>Wie ich im <a href="http://www.mahltied.com/helgoland-lage" title="Lage" class="liinternal">ersten Beitrag</a> über die Insel schrieb, nimmt Helgoland durch seine Lage eine besondere Stellung ein. Auch die Entstehung der Insel ist alles andere als &#8220;gewöhnlich&#8221;, hierzu muss ich allerdings etwas weiter ausholen. Denn um die Entstehung der Insel zu verstehen muss auch der geologische Gesichtspunkt mit einbezogen werden. <span id="more-5279"></span></p>
<p>Eine Frage von vielen eines jeden Besuchers der Insel ist: <em>&#8220;Warum steht hier ein roter Fels mitten im Meer und isoliert vom Festland?&#8221;</em>. Für mich als Kind übrigens etwas völlig normales von Touristen solche Fragen gestellt zu bekommen. Meine Antwort damals: <em>&#8220;Weil ein Riese einen Felsblock ins Meer schmiss&#8221;</em>. Natürlich was das eine der vielen Legenden um die Insel, geglaubt wurde es von den Touristen natürlich nicht oder doch? *smile*.</p>
<p><a href="http://www.mahltied.com/wp-content/gallery/helgoland/helgoland-gesteinsschichten.jpg" class="highslide" title="Gesteinschichten der Insel" onclick="return hs.expand(this, { slideshowGroup: '' })"><img class="ngg-singlepic ngg-right alignright" style="margin-left: 10px;" title="Gesteinschichten der Insel" src="http://www.mahltied.com/wp-content/gallery/helgoland/thumbs/thumbs_helgoland-gesteinsschichten.jpg" alt="Gesteinschichten der Insel" width="70" height="70" /></a>Dafür reise ich mit Euch ein paar Millionen Jahre in die Vergangenheit. In der Perm Zeit kam es in einem Meerbecken zu Ablagerungen von Salzmassen. Diese massiven, bis zu 500m dicken Salzschichten wurden später mit über 1.000m Gestein aus Ton, Sand und Kalk überlagert. Der Bundsandstein ist heute der sichtbarste dieser Ablagerungen, die einzelnen Schichten sind in der Grafik rechts gut zu erkennen. In der Jura und Tertiär Zeit kam es in Norddeutschland zu Bewegungen der Erdkruste. Durch diese Bewegungen reagierten die Salzmassen unter den 1.000m dicken Gesteinen und stiessen an den Schwächezonen nach oben. Die dadurch aufsteigenden Salzmassen &#8220;beulten&#8221; die überlagerten Gesteinschichten auf oder durchbrachen sie teilweise.</p>
<p><a href="http://www.mahltied.com/wp-content/gallery/helgoland/helgoland-lange-anna.jpg" class="highslide" title="Lange Anna" onclick="return hs.expand(this, { slideshowGroup: '' })"><img class="ngg-singlepic ngg-left alignleft" style="margin-right: 10px;" title="Lange Anna" src="http://www.mahltied.com/wp-content/gallery/helgoland/thumbs/thumbs_helgoland-lange-anna.jpg" alt="Lange Anna" width="70" height="70" /></a>Geologen vermuteten das diese Salzbewegungen das &#8220;Aufbeulen&#8221; des Bundsandstein-Felsens der Grund für die Entstehung der Insel sei. Dies wurde jedoch erst 1938 durch eine Tiefbohrung auf der Insel bewiesen. Aus der Altersfolge der Schichten, ihrem bogenförmigen Verlauf und der schrägen Lagerung (wie man links im Bild gut erkennen kann) geht hervor, dass die Gesteinschichten ein weit gespanntes Gewölbe darstellten und der aus Buntsandstein bestehende Inselkern den Höhepunkt bildete. Der Vorgang der Aufwölbung begann spätestens zur Zeit der Oberkreide und war mit dem Ende der Tertiär Zeit überwiegend abgeschlossen. Zu dieser Zeit war Helgoland ein leicht geneigtes, zweiteiliges Bergmassiv auf dem Festland.</p>
<p>Die Entwicklung zur heutigen Insel begann erst vor ca. 10.000 Jahren. Als sich die Gletscher der Saale-Vereisung zurückzogen, lag die Nordsee trocken. Das Gebiet von Helgoland bestand aus zwei <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Tafelberg" title="Tafelbergen" target="_blank" rel="nofollow" class="liwikipedia">Tafelbergen</a>, einem westlichen aus Buntsandstein und einem östlichen aus Muschelkalk und Kreide. Zwischen diesen Bergen erstreckte sich ein tiefes Tal. Nach weiterem Abschmelzen und Rückzug der Eismassen stieg der Meeresspiegel, die Nordsee rückte Richtung Süden und es erfolgte die Loslösung vom Festland. Das Steigen der Fluten bewirkte das die weichen Kreide Schichten zerstört wurden und sich mit dem Buntsandstein und Muschelkalk relativ widerstandsfähige Steilküsten bildeten. Das Meer drang in das Tal zwischen dem roten und weissen Felsen, zerstörte diese Verbindung jedoch nicht gänzlich. Diese Verbindung wurde <em>&#8220;Woal&#8221;</em> (Wall) genannt, der weisse Muschelkalkfelsen <em>&#8220;Witte Kliff&#8221;</em> (Weisser Felsen).</p>
<p>Während des nun folgenden Stillstandes des Meeresspiegelanstieges sind trotzdem Verluste entstanden, denn die einwirkende Brandung zerstörten den roten Buntsandstein und die weissen Felsen der Dünenklippen weiter. Etwa 6.000 Jahre vor unserer Zeitrechnung erreichte die Nordsee die heutige Küstenlinie und aus dem ehemaligen Bergmassiv Helgoland ist durch die zerstörerische Brandung und durch Verwitterungen die heutige Insel entstanden.</p>
<p><a href="http://www.mahltied.com/wp-content/gallery/helgoland/helgoland-dune.jpg" class="highslide" title="Düne heute" onclick="return hs.expand(this, { slideshowGroup: '' })"><img class="ngg-singlepic ngg-left alignleft" style="margin-right: 10px;" title="Düne heute" src="http://www.mahltied.com/wp-content/gallery/helgoland/thumbs/thumbs_helgoland-dune.jpg" alt="Düne heute" width="70" height="70" /></a>Anfang des 18. Jahrhunderts gab es nur noch 2 Einzelfelsen aus Muschelkalk die 1711 durch eine Sturmflut vernichtet wurden. In der Neujahrsnacht 1720/21 zerstörte schliesslich eine gewaltige Sturmflut den <em>&#8220;Woal&#8221;</em> (Wall). Durch diesen Durchbruch und den Gezeitenstrom blieb letztendlich nur noch eine ca. 6 Hektar grosse Sanddüne übrig.</p>
<p><a href="http://www.mahltied.com/wp-content/gallery/helgoland/helgoland-schuttablagerungen.jpg" class="highslide" title="Gesteinschutt durch Verwitterung" onclick="return hs.expand(this, { slideshowGroup: '' })"><img class="ngg-singlepic ngg-right alignright" title="Gesteinschutt durch Verwitterung" src="http://www.mahltied.com/wp-content/gallery/helgoland/thumbs/thumbs_helgoland-schuttablagerungen.jpg" alt="Gesteinschutt durch Verwitterung" width="70" height="70" /></a>Seit etlichen Jahrhunderten greift der Mensch durch Bau von Schutzmauern in die natürlichen geologischen Vorgänge ein. Ab 1911 entstand eine Schutzmauer als Bollwerk gegen die Brandung. Die <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Brandungshohlkehle" title="Brandungskehle" target="_blank" rel="nofollow" class="liwikipedia">Brandungskehle</a> ist dadurch stillgelegt worden, aber die Verwitterung geht weiter. Die Gesteine zwischen Mauer und Steilküste zeigen, wie hoch seit dem Bau der Mauer diese Halden gewachsen sind (im Bild rechts gut zu erkennen). Die Brandung kann das Gestein durch die Mauer nicht mehr abtragen, dadurch wird die Insel in wenigen Jahrhunderten im eigenen Schutt &#8220;ertrinken&#8221;. Zwar tat der Mensch durch den Bau dieser Schutzmauer etwas zum Erhalt, doch opfert er damit auch die natürliche Gestalt der Insel.</p>
<p>Auch wenn die Insel wie man sie heute kennt durch Menschenhand entstanden ist, sollte man nie vergessen was sie vordem war: Eine Insel aus uraltem Sandstein und ein einzigartiges Dokument der Natur.</p>
<h6>Bildquellen:<br />
Gesteinschichten/von mir photographiert und nachbearbeitet aus dem Buch &#8220;Helgoland&#8221;, 1987 Carl W. Dingwort Verlag,<br />
<a href="http://www.flickr.com/photos/stero/48573478/" title="Lange Anna" target="_blank" class="liexternal">Lange Anna/flickr.com</a>, <a href="http://www.flickr.com/photos/d-ewsm/4197672197/" title="Helgoland Düne" target="_blank" class="liexternal">Helgoland Düne/flickr.com</a>, <a href="http://www.flickr.com/photos/knickel/2532230794/" title="2008 41 Helgoland 079" target="_blank" class="liexternal">2008 41 Helgoland 079/flickr.com</a></h6>
<hr /><small>Copyright <a href=http://www.mahltied.com/wp title="mahltied.com">mahltied.com</a> 2010 | <a href="http://www.mahltied.com/helgoland-entstehung" title="Permalink" class="liinternal">Permalink</a> | <a href="http://www.mahltied.com/helgoland-entstehung#comments" title="Kommentare" class="liinternal">Zu den Kommentaren</a> </small><br />
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		<title>Helgoland &#8211; Lage</title>
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		<pubDate>Sat, 27 Feb 2010 18:10:49 +0000</pubDate>
		<dc:creator>stoffel</dc:creator>
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		<category><![CDATA[Helgoland]]></category>

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		<description><![CDATA[Ich möchte heute eine kleine Serie über meine Heimatinsel Helgoland starten. Wie lang diese Serie wird weiss ich ehrlich gesagt noch nicht, da es über Helgoland soviel zu berichten gibt, das ich wahrscheinlich bis zu meiner Rente schreiben könnte   Ich konzentriere mich in dieser Serie auf die Geschichte &#8230; beginne jedoch zuerst mit [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><a href="http://www.mahltied.com/wp-content/gallery/helgoland/cover_helgoland-wappen.jpg" class="highslide" title="Helgoland Wappen" onclick="return hs.expand(this, { slideshowGroup: '' })"><img class="ngg-singlepic ngg-left alignleft" style="margin-right: 10px;" src="http://www.mahltied.com/wp-content/gallery/helgoland/thumbs/thumbs_cover_helgoland-wappen.jpg" alt="Helgoland Wappen" width="70" height="70" /></a>Ich möchte heute eine kleine Serie über meine Heimatinsel <a href="http://www.helgoland.de/" title="Helgoland" target="_blank" class="liexternal">Helgoland</a> starten. Wie lang diese Serie wird weiss ich ehrlich gesagt noch nicht, da es über Helgoland soviel zu berichten gibt, das ich wahrscheinlich bis zu meiner Rente schreiben könnte <img src='http://www.mahltied.com/wp-includes/images/smilies/icon_wink.gif' alt=';)' class='wp-smiley' />  Ich konzentriere mich in dieser Serie auf die Geschichte &#8230; beginne jedoch zuerst mit der Lage der Insel. <span id="more-5111"></span></p>
<p>1075 schrieb Adam von Bremen (Domscholaster beim Erzbischof Adalbert in Bremen) über Helgoland: <em>&#8220;Es gibt noch andere Inseln Friesland und Dänemark gegenüber, aber keine von ihnen ist so merkwürdig&#8221;</em>. So ist es bis heute geblieben.</p>
<p>Die Lage ist im Vergleich mit anderen Inseln aussergewöhnlich. Die ostfriesischen Inseln liegen zwischen 4 bis 8 km von der Küste entfernt, bei Borkum steigt der Abstand auf 12 km, ähnliche Entfernungen haben Föhr, Sylt und einige Halligen. Die weiteste Entfernung einer Hallig liegt bei 20 km, Amrum bringt es auf 24 km. Das sind allerdings geringe Entfernungen gegenüber der Entfernung von Helgoland zum Festland &#8230; 65 km trennen die Insel von Cuxhaven. Diese Strecke kann mit einem &#8220;normalen&#8221; Schiff je nach Wetterlage und Geschwindigkeit zwischen 1 1/2 bis 5 Stunden zurückgelegt werden. Der geringste Abstand zum Festland beträgt Luftlinie 53 km und erreicht St. Peter in Eiderstedt und Schilling nördlich von Wilhelmshaven.</p>
<p>Eine Sonderstellung nimmt Helgoland somit auch durch seine Lage ein, ist aber trotzdem keine &#8220;echte&#8221; ozeanische Insel. Helgoland liegt noch im inneren Winkel der deutschen Bucht und ist sozusagen ein Vorposten des deutschen Festlandes. Was sich in so mancher geschichtlichen Epoche der Insel nicht unbedingt von Vorteil war, dazu werde ich in dieser Serie später noch näher eingehen.</p>
<p><a href="http://www.mahltied.com/wp-content/gallery/helgoland/karte01.jpg" class="highslide" title="Karte 1" onclick="return hs.expand(this, { slideshowGroup: '' })"><img class="ngg-singlepic ngg-right alignright" style="margin-left: 10px;" src="http://www.mahltied.com/wp-content/gallery/helgoland/thumbs/thumbs_karte01.jpg" alt="Karte 1" width="70" height="70" /></a>Der Husumer Kartograph Johannes Meier hat in der Zeit von 1639 bis 1652 Karten der Insel angefertigt. Die Karte rechts zeigt einen Vergleich des Zustandes und die dadurch entstandene Lage der Insel in den Jahren 800, 1300 und 1649 (die Bereiche habe ich auf der Karte nachgezeichnet). Wie man erkennen kann hat sich die Lage in den letzten Jahrhunderten drastisch verändert. Die Grösse der Insel beträgt zur Zeit ca. 1 Quadratkilometer.</p>
<p>James Krüss schrieb folgenden Vierzeiler:<br />
Irgendwo ins grüne Meer<br />
Hat ein Gott mit leichtem Pinsel,<br />
Lächelnd, wie von ungefähr,<br />
einen Fleck getupft: Die Insel.</p>
<p>Das trifft die heutige Lage der Insel wie die Faust auf&#8217;s Auge &#8230; ein kleiner Fleck mitten in der Nordsee &#8230; meine Heimatinsel <img src='http://www.mahltied.com/wp-includes/images/smilies/icon_smile.gif' alt=':)' class='wp-smiley' /> </p>
<hr /><small>Copyright <a href=http://www.mahltied.com/wp title="mahltied.com">mahltied.com</a> 2010 | <a href="http://www.mahltied.com/helgoland-lage" title="Permalink" class="liinternal">Permalink</a> | <a href="http://www.mahltied.com/helgoland-lage#comments" title="Kommentare" class="liinternal">Zu den Kommentaren</a> </small><br />
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